Tag des Denkmals – Restaurierung der ursprünglichen Grablegungsstätte Anna Neumann

Auf Grund ihres protestantischen Glaubens war es dem letzten Ehemann der 88 – jährig verstorbenen Anna Neumann, Georg Ludwig Graf zu Scharzenberg, nicht erlaubt worden, seine Gattin in der katholischen St. Matthäus in der Gruft ihres zweiten Gatten, Christoph Liechtenstein, zu beerdigen.

Daher wurde in der St. Elisabethkirche in einer Mauernische eine Grabstätte für Anna eingerichtet, erst Jahrzehnte später wurden ihre sterblichen Überreste in die Kapuzinerkirche in die Gruft der Familie Schwarzenberg überstellt. Der Obmann des evangelischen Diözesanmuseums, Prof. Ernst Christian Gerhold, hat in den vergangenen Monaten die Freilegung der Grabstätte gemeinsam mit gew. Architekt Rudolf Paschek und dem Bundesdenkmalamt betrieben. Die Stadtgemeinde Murau hat diese Initiative mit € 5.000,00 finanziell unterstützt.

Äußerlich ersichtlich ist die Renovierung des im Innenhof des ehemaligen Bürgerspitals (ehemaligen) Haupteingangsportals  sowie im Untergeschoss der Kirche die zugemauerte Nische des Grabes sowie eine Replik des Epitaphs (Original in der Kapuzinerkirche). Der Zwischenboden, also das heutige Niveau des Kirchenraumes, wurde erst in den 50-er Jahren durch den Turnverein in der damals säkularisierten Kirche eingezogen.

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